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Februar training update

Es ist Anfang Februar, nur noch 5 Wochen bis zum Iditarod. Endspurt in den Vorbereitungen. Während Matt den ganzen Morgen Fleisch und Fisch geschnitten hat, war ich am Verpacken von Massageölen, Handwärmern, Fußsalben etc in den sogenannten “Vet Kits“. Klar Matt steht draußen bei minus 20 Grad, ich bin in der Hütte mit meinen Hunden bei plus 20 Grad. Das ganze Verpacken immer mal 18 für die Iditarod Checkpunkte und dann noch mal 2 für das Denali Doubles Rennen. Zuhause hatte die Crew schon die Booties, Hundedecken, Fleece Decken und Ersatzklamotten für mich luftdicht verpackt. Warum luftdicht Verpacken? Zum einen liegt der ganze Kram zusammen mit dem Fleisch für die Hunde ein einem Food Drop Sack. Wenn es während des Transports dann einmal über den Gefrierpunkt geht, ( vor allem je nach dem wo die Säcke in den Transportfliegern liegen, kommt das schnell einmal vor ) sabbern die Klamotten dann nicht voll Fleischsuppe. Zum anderen, nimmt die Ausrüstung, wenn die luftdicht verpackt ist, am wenigsten Platz weg.

Vor einigen Tagen bin ich mit der ganzen Bande nach Alaska gezogen. Wie jedes Jahr ist das immer mit viel Arbeit und Organisation verbunden. Erst ist Matt mit einem Großteil der Ausrüstung vorgefahren,, ich dann einen Tag später mit den Hunden hinterher. Wie bei den Rennen auch, bin ich mal wieder non-stop durchgefahren, während Matt unterwegs eine Nacht geschlafen hat. Wir kamen nur wenige Stunden nacheinander in Paxson an. Das ist ein gutes Omen für die Rennen, ganz nach meiner Devise slow and steady…… Da ich dieses Jahr aber viel später als in den vergangenen Jahren hier her gekommen bin, konnte ich schon die Endauswahl der Hunde treffen und wir haben nur 23 Hunde dabei. Zuhause geblieben sind Vasser, Zipper und Beast. Weder bei Beast noch bei Zipper hatte ich ernsthaft daran geglaubt, daß sie in meinem Rennteam laufen werden, altersbedingt bei Zipper und Beast mit seinem kurzen Fell ist auch nicht der beste Kandidat. Beiden haben allerdings die Trainingsteams zahlenmäßig gut abgerundet. Vasser allerdings war in der vergangenen Saison einer meiner wichtigsten Hunde vor allem ein Leithund. Leider hat er im rechten Vorderlauf eine Zerrung im Sprunggelenk, die nur mit einer langen Trainingspause zu Heilen ist. Das Training im Januar lief bei Weitem nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. Ich bin wieder einmal der tückischen Falle erlegen, Hundeschlitten Touren und Renntraining zur gleichen Zeit organisieren zu müssen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit den 23 Kandidaten die hier in Alaska sind. Mit 3300 Meilen liege wir ungefähr dort im Training, wo wir auch vergangene Saison waren. Gerade räkeln sich Yonder, Solomon, Inuk, Scruggs, Skunk und Maggot auf dem Bett und schauen mir beim Tippen zu. Maggot der vom Bett gerutscht ist, liegt jetzt mehr oder weniger begraben unter meinem minus 40 Grad Schlafsack. Die folgenden Hunde stehen in der Endauswahl: Finn, Skunk, Maggot, Inuk, Scruggs, Grisman, Yonder, Kavik, Antelope, Coyote, Gizzy, Solo, Nemo, Popcorn, Solomon, Moose, Austin, Denali, Sophie, Saffron, Gas, Diesel und Bananas. Nächste Woche Mittwoch ist das EKG und die Blutabnahme für die Hunde. Obwohl alle Hunde top fit aussehen und alle gut im Training stehen, kann es dort die ein oder andere Überraschung geben. In der Vergangenheit habe ich schon Hunde aus dem Rennkader genommen, weil deren Blutwerte nicht 100%ig waren.

Kaum in Paxson angekommen haben wir uns schon wieder gut eingelebt. Jenny und Audie von Nebenan sind wie immer eine große Hilfe, nicht nur war die Einfahrt geräumt, sondern die Hütte war auch vorgeheizt und am ersten Abend waren wir zu Büffellasagna eingeladen. Nach dem Abendessen hat Jenny dann auf Klavier im neuen „ Grand Room „ vorgespielt. Einen schöneren Empfang konnte es fast nicht geben.
Nächsten Donnerstag den 11 Februar starten wir am Denali Doubles, sofern die Wetterbedingungen ein vernünftiges Rennen erlauben. Das Denali Doubles geht von Cantwell den gesamten Denali Highway entlang nach Paxson und zurück. 265 Meilen, 20 Hunde, 2 Musher. Obwohl hier in Paxson gut Schnee liegt, gibt es auf dem Highway längere Strecken, der komplett frei geweht sind und wo nur noch der Asphalt als Oberfläche zu sehen ist. Je nach dem ob das so bleibt, oder welche Alternativ Strecke gewählt wird, werde ich mich entscheiden im Rennen zu bleiben, oder meine Teilnahme zurück zu ziehen. Das große Ziel ist dieses Jahr ganz klar Iditarod. Am 6 März ist es soweit, 1000 Meilen Richtung Nome. www.iditarod.com Das waren die News, vielleicht schaffe ich ja noch einen Newsletter vor dem Rennen. Wenn nicht, nach dem Rennen kommt wieder ein Rennbericht, versprochen.... Viele Grüße Sebastian

Sab

20. Juni 2010
Unalakleet nach Nome
5. Juni 2010
Von Ruby nach Unalakleet
6. Mai 2010
Nikolai to Ruby
18. April 2010
Start to Nikolai
21. März 2010
In Nome
24. Februar 2010
Iditarod Countdown
13. Februar 2010
Februar training update
27. Dezember 2009
Weichei und Weihnachten
7. November 2009
Herbsttraining Oktober 2009


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