Renntag
Wir sind in Glennallen, der Heimat des CopperBasin300, auch als das härteste 300-Meilenrennen Alaskas bekannt. Dieses Mal ist bereits das Am-Start-sein an sich ein Kunststück. Seit dem GinGin200 am letzten Dezember-Wochenende leben wir hier in einem Tiefkühler. Das Thermometer pendelt zwischen -50°C (-58°F) nachts und -40°C (-40°F) in der Hitze des Tages. Dies hat einige Komplikationen mit sich gebracht.Zuerst ist das Wasser im Haus eingefroren, das ist keine große Sache, ich bin es von zu Hause gewohnt kein fließend Wasser zu haben. Aber als dann auch noch die Ölheizung ausfiel, war der Spaß zu Ende. Das war um 22 Uhr der Silversternacht, gerade als Gerry Willomitzer für einen Besuch vorbei schaute. Nicht viele Leute fahren bei -45°C mitten in der Nacht herum. Es ist schon lustig, denn genau das gleiche passierte vor 2 Jahren, als der zweite Gerry auftauchte, als die Heizung in der Cabin ausfiel.
Gut, anstatt Silvester zu feiern haben wir in Audies Workshop eine andere Heizung demontiert, in unser Haus geschleift und versucht anzuschließen. Da die beiden Heizungen verschiedene Modelle waren, hat natürlich nichts gepasst. Um 2 Uhr hatten wir dann endlich wieder etwas Wärme. Aber mit der Wärme kamen auch die Abgase - wegen der nicht passenden Rohre. Anstatt von den Abgasen high zu werden, entschlossen wir uns die Heizung wieder abzudrehen. Neujahr verbrachten wir damit aus 2 Heizungen eine zu machen und die Hütte wieder warm zu bekommen. Leider bedeutete dies, dass ich keine Zeit hatte mich für das Knik200 vorzubereiten und so beschloss ich das Rennen nicht zu fahren. Der Gedanke bei -45°C mit den Hunden zu fahren war eh nicht der reizvollste.
Ich fuhr mit Mark zum Knik, denn ich wollte, dass er das Knik fährt und mehr Erfahrungen sammelt. Er hat seinen eigenen Bericht darüber geschrieben. Ich hatte eine riesige Einkaufsliste. Ich kaufte nicht nur eine neue Ölheizung als Reserve, sondern auch Rohre und Anschlussstücke für einen Holzofen. Ich würde Audies alte Ölheizung gegen einen alten Holzofen tauschen. Dieses moderne Ölzeug, ein Stück Holz wird einen immer warmhalten. Wo wir gerade über modernes Zeugs sprechen. Heute Morgen ist mein schöner, großer Dodge-Truck bei -45°C nicht angesprungen, obwohl ich ihn mit einer Propanflamme unter der Ölwanne vorgeheizt hatte. Ok, ich muss zugeben, die elektrische Heizung ist in der Nacht ausgefallen, ohne dass es jemand bemerkt hätte. Egal, der gute, alte 83 Ford startete ohne Probleme. Wie beim Knik kamen wir mit einem alten Truck zum CopperBasin - diesmal mit zwei Teams in den Boxen - Marks und meine.
Kris hatte genug von der Kälte und ist vor einer Woche zurück nach BC. Irgendwie kann ich ihm das nicht vorwerfen. Er hat nicht viel verpasst, in den letzten zwei Wochen haben wir nur einen 15-Meilen-Trainingslauf geschafft. Das Thermometer zeigte warme -30°C (-22°F) und wir dachten, yeah, lass uns die Hunde anspannen. 5 Meilen den Trail hinunter zeigte das Thermometer am Schlitten dann wieder -45°C (-49°F). Besser umdrehen, bevor die Hunde noch irgendwelche Erfrierungen bekommen. Die Wetterfrösche sagen wärmeres Wetter voraus, aber jedesmal, wenn ich schaue, wandern die warmen Temperaturen in der Vorhersage weiter in die Ferne. Es sieht nach einem weiteren -40°-Rennen aus. Da die Hunde nun wirklich einige Meilen benötigen, haben wir uns auf das Schlimmste vorbereitet, d.h. doppelte Decken, Bauchwärmer und Fuchsschwänze für die Hunde. Mark hat ein paar neue, irre Handwärmer bestellt, welche 24 Stunden halten sollen. Dies wird ihr Test sein. Noch eine Stunde bis zum Musher-Meeting.
Wenn alles gutgeht, fliege ich nach dem Copper Basin zum Kuskokwim 300.
Ich habe meine Haupthunde in zwei separate Teams aufgeteilt. Mein Team beim CB300 ist:
Nemo, Popcorn, Grisman, Inuk, Stevie, Wendy, Happy, Yonder, Skunk, Finn, Saffron, Ricky
Marks Team ist:
Buckley, Kiana, Polar, Casper, Gas, Diesel, Franky, Libby, Ed, Simon, Hoss, Rosco
Cheers
Sab
Sab
