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Die ersten drei Rennen

Das Ziel ist der YukonQuest, ein Rennen über 1.000 Meilen (1.600 km) im Februar. Um mich zu qualifizieren, muss ich ein 200-Meilenrennen (320 km) und ein 300-Meilenrennen (480 km) absolvieren. Ich habe nun 1 x 150 Meilen (SheepMountain) und 2 x 200 Meilen (GinGin und Knik), das CopperBasin300 ist dieses Wochenende und wenn alles gutgeht, bin ich dann qualifiziert - YEEH - in den letzten 7- 10 Tagen waren es -65°C (-85°F) in Circle und Eagle, 2 der Checkpunkte im Quest.

Das SheepMountain war wirklich gut - perfektes Wetter mit -25°C (-13°F), gute Trails und geniale Aussichten. Boss hatte eine leichte Schwellung an der Pfote, so habe ich sie im Checkpoint gelassen und am Ende des Rennens hatte Gas ebenfalls eine Kleinigkeit am Lauf und Buckley Muskelkater in der Schulter. Gas und Buckley waren bereits nach 24 Stunden wieder perfekt, Boss benötigte etwas länger.

Das GinGin war - von der Hundeseite - ohne besondere Vorkommnisse, aber der Wind machte mir auf der ersten, von 3 Etappen recht zu schaffen - 50 Meilen (80 km) von Paxson Lodge zur McLaren River Lodge, dann 106 Meilen (169 km) über den McLaren und Susitna River wieder zurück zur McLaren Lodge, dann 42 Meilen (67 km) über eine etwas kürzere Route zurück zur Paxson Lodge. -40°C (-40°F) war - denke ich - ziemlich kalt. Ich habe einige Zeit damit verbracht aus dem Straßengraben, in welchen es mich hineingeblasen hatte zu kommen und habe für eine Meile etwa eine halbe Stunde benötigt - ich habe noch nie so hart gearbeitet, um einen Schlitten aus dem Graben zu bekommen. Nachdem ich das erste Mal im Graben war, landete ich bestimmt noch sechs- oder siebenmal dort, bevor wir endlich richtig draußen waren.

Die Herausforderung war, dass wir auf dem Denali Highway führen - ungepflügt und mit Schnee bedeckt - ein Abschnitt von zirka 8 Meilen (13 km) hatte wegen des starken Seitenwindes recht wenig Schnee. Plastikkufen halten nicht auf Asphalt, und wenn Du Glück hast und deine Hunde bei Seitenwind von rechts sich stark rechts halten, dann schlitterst Du im beinahe 90° Winkel über die Straße.

Meine Hunde taten dies, doch als wir ein anderes, stehendes Teams überholen wollten, gingen meine Hunde links herum, der Schlitten driftete in den Straßengraben und der Spaß begann. Danach lief das Rennen ziemlich rund, aber ich machte auch in dem 106-Meilenlauf (169 km) einen Fehler und machte anstatt einer vierstündigen Rast nur 2 Stunden Pause, so waren die letzten Meilen ziemlich langsam, aber wir schafften es sicher ins Ziel.

Letztes Wochenende habe ich ein weiteres 200-Meilenrennen (320 km) beendet - das Knik200, dieses Mal alleine - wir hatten 4 Teams im SheepMountain und im GinGin und nun im Knik war ich der einzige von Blue Kennels. Es war wesentlich interessanter als die beiden anderen.

Vor dem Start am Samstagmorgen ist Sebastian einer meiner 16 Hunde entwischt und folgte einem anderen Team. Er konnte erst am Sonntagmorgen von einem Bekannten von Sab wieder eingefangen werden.

Die meiste Zeit war es -45°C (-49°F). Wenn wir über Land fuhren, wurde es mit -35°C (-31°F) etwas wärmer. Das Rennen geht 40 Meilen (64 km) über Land und Seen, dann geht es hinunter auf den Susitna River, biegt in den Yetna River und erreicht nach 52 Meilen (83 km) auf den Flüssen - 92 Meilen (147 km) total - Swentna Station (eine Lodge), den Checkpunkt. Anschließend geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück. Ich habe eine Menge Handwärmer verbraucht. 11:40 Start, dann machte ich um 16:40 eine zweistündige Pause, campte und gab den Hunde etwas zu fressen und benötigte anschließend nochmals 5 Stunden um den Checkpunkt um 23:20 zu erreichen. Beim Camp habe ich nicht auf meinen Kocher aufgepasst, so kippte er und ich musste nochmals von vorne anfangen - d.h. Brennstoff vergeudet!

Eine Stunde vor Swentna benerkte ich bei einem der Hunde, dass er etwas komisch lief - ich denke, etwas mit dem hinteren linken Lauf, so war ich mir ziemlich sicher das ich sie im Checkpoint zurücklassen würde - sie wird dann zurück zum Start/Ziel geflogen.

Als ich ankam und bei allen Hunden einen Gesundheitscheck durchführte, stellte ich bei Boss und Griffin eine geschwolles Gelenk fest - ein Problem, welches sie schon einmal hatte und nun zurückgekehrt ist. Ich habe die Gelenke massiert und verbunden, um eine weitere Schwellung zu verhindern, die Hunde gefüttert und Stroh ausgelegt. Dann bin ich nach drinnen gegangen, etwas essen und mit dem Gedanken morgen früh 3 Hunde zu droppen, habe ich einige Stunden geschlafen.

Nach dem Aufwachen habe ich auf Nummer Sicher gesetzt und die 3 Hunde gedroppt, den Rest des Teams fertiggemacht und dann mit den verbleibenden 12 Hunden den Rückweg angetreten. Da ich wenig Brennstoff für meinen Kocher hatte und nicht wusste, wie lange kaltes Wasser (welches in Swentna zur Verfügung stand) in meinem Cooler halten würde, bevor es gefror, erkündigte ich mich, ob es bei Lucy's oder Yetna Station (zwei Lodges auf dem Rückweg) Wasser gäbe. So hielt ich in Yetna an - obwohl es nur 32 Meilen (51 km) nach der Pause noch etwas früh war, aber so war ich sicher, dass ich den Hunden etwas Warmes zu fressen machen konnte - und auch ich bekam Pancakes und Eier zum Frühstück.

Bei allen Hunden Booties und Decken angezogen und weiter Richtung Ziel. Nach einer Weile waren zwei der jüngeren Hunde, Cooter und Ginzu, etwas müde - ich ging auf Nummer Sicher und lud beide in den Schlitten, dass hieß erst einmal Platz im Schlitten zu machen. 2 Hunde im Schlitten, 10 ziehen und noch 7 Stunden bis ins Ziel.

Ich war überrascht, wie die verbleibenden 10 Hunde den ganzen Weg nach Hause zogen, wirklich unglaublich, besonders mit 2 recht schweren Hunden im Schlitten - ich musste ihnen die Berge hochhelfen und, als wir die Uferböschung (15 Fuss, mit den letzten 2-3 Fuss fast vertical) hinaufwollten, blieb der Schlitten stecken. So kletterte ich hoch und zog an der Gangline, als ich den Hunden das Kommando zum Ziehen gab und so kamen wir hoch.

Wie Sab sagt, man lernt am meisten, wenn es nicht so rund geht. Ich habe im Knik viel gelernt.

Es war ziemlich kalt hier, Ollie kam vor etwa 10 Tagen an und seither war es nicht wärmer als -30°C (-22°F), der Susitna River war das kälteste für mich. Der Unterschied zwischen -20°C (-4°F) und -45°C (-49°F) ist SEHR spürbar; ich dachte, man würde den Unterschied nicht stark bemerken - FALSCH.

Good luck
Mark

PS. Dank Bonnie haben wir auch einige Bilder vom Knik - seht Euch das Album rechts an.

Mark

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