Ende des Sommers in Sicht
Zeit für ein kurzes Update aus dem Yukon. Heute Morgen bin ich bei schönen minus 1°C/30F aufgewacht. Es ist gut zu sehen, dass der Herbst in der Luft liegt. Seit meinem letzten Beitrag sind schon einige Montate vergangen.

Im Mai war ich damit beschäftigt die Touren auf dem Herbert-Gletscher zum Laufen zu bringen. Nach einigen wirklich schönen, sonnigen Tagen während des Aufbaus des Camps hat uns die Sonne leider im Stich gelassen und ist seitdem nicht mehr so richtig aufgetaucht. Dieser Sommer wurde definitiv zu einer Herausforderung. Juneau ist bekannt für seinen Regenwald. Vielen Touren musste abgesagt werden und selbst an den Tagen, an welchen wir Touren durchführten, regnete es meist ohne Unterbrechung. Ich hoffe, dies bedeutet viel Schnee im Winter. Trotz des Regens hatte wir viele Gäste, welche die Erfahrung ihres Lebens hatten, als sie mit den Hunden über das Juneau Icefield fuhren - und das mitten im Sommer.
Dieses Jahr habe ich es geschafft etwas Sommerferien zu machen. Es ist schon lange her, dass ich wirklich mal richtig abschalten konnte und es dauerte etwas bis ich mich daran gewöhnt hatte.

Meine Reise führte nach Dawson City, über den Top-of- the-World-Highway nach Eagle, Alaska. Hier besuchte ich meine Musherfreunde Scarlett und Wayne Hall, bevor ich über Fairbanks, Paxson nach Anchorage fuhr. Bevor ich nach Deutschland flog, machte ich noch eine kurzen Abstecher nach Wasilla, um mich für den Iditarod 2009 einzuschreiben. 68 Musher haben sich am ersten Tag angemeldet. Ich hoffe diesmal eine bessere Startnummer zu bekommen als letztes Jahr - am Startbanquet werde ich als 7. Musher meine Startnummer ziehen dürfen. Von Anchorage flog ich dann nach Deutschland, leider nicht so lange wie geplant. Es war schön einige Zeit mit meinen Eltern beim Segeln zu verbringen, allerdings verfolgte mich der Regen den ganzen Weg über.
Skunk hat am 1. Juni 7 Puppys geworfen, 5 Rüden und 2 Weibchen. Die Puppys vom letzten Sommer und Herbst wachsen wie Unkraut. Ich habe 3 von
Lainys Puppys hier - Kobuk, Dean und Kathy. Der 4. ging an Gerry Willomitzer als danke, dass er die Bande aufgezogen hat. Von Skunks Wurf vom letztem Sommer habe ich Raven, Wren und Scout. Scout scheint fast taub zu sein und ich weiß nicht, ob ich ihm da den richtigen Namen verpasst habe. Als Ray und Familie ihn diesen Frühling zu einem Spaziergang mitgenommen hatten, brauchte er 12 Stunden um den Heimweg wieder zu finden. Alle 6 Junghunde sind im großen Freilaufgehege hinter meiner Cabin.
Jack und der alte
Chevy bringen ihnen einige Manieren bei. Mit ihnen ist auch Jimmy Buffet, Johns 18-jähriger Hund. Apropos taub. ....

Ich habe mich oft gefragt, wie es in Zukunft mit den Rennen weitergehen soll, denn die meisten meiner Hunde werden langsam wirklich zu alt.
Libby,
Herring,
Wondar werden 10 und sind alle letztes Jahr noch mit mir Rennen gefahren. Selbst Hunde wie
Gas und
Diesel werden schon 8 Jahre alt. Bei Austin weiß ich es nicht so genau, aber er muss auch in diesem Alter sein. Ich habe viele 4- bis 5-jährige wie
Finn,
Nemo,
Popcorn,
Skunk,
Inuk,
Ricky,
Bananas, aber das ist nicht genug für eine solides Rennteam. Ich hatte einige Gedanken das Rennenfahren aufzugeben, aber diese dauerten nicht lange und ich begann mich etwas umzusehen. Zu meinem Glück hat sich ein Freund von mir, Rick Casillo, entschieden das Hundeschlittenfahren aufzuhören. So kam ich mit Rick ins Geschäft und übernahm seine Zucht. Manche seiner einjährigen Hunde gehen auf die Cowboy-Smith-Linie zurück, von der auch meine gute Tang kommt. Dies kombiniert mit seinen Mackey-Seavey Züchtungen schließt den Kreis, da ich mit den von Lance, vor einigen Jahren, gekauften Hunden ( Skunk ) ebenfalls gezüchtet habe. Ich hoffe, dass sich die neuen Hunde gut in den Kennel einfügen, weiß aber auch, dass es viel Arbeit kostet sie zu integrieren. Ich habe bereits gute Hilfe für den Winter organisiert, außer einem haben alle Handler bereits Erfahrung und so sollte es ein einfacher Start im Herbst werden.

Wie sehen die Pläne aus? Einige der "üblichen" wie das Sheep Mountain 150, Knik20. Das Copper Basin300 und das Kusko300 nacheinander zu fahren war etwas heftig, daher werde ich mich wohl diese Saison auf das Kusko konzentrieren. Im Februar werde ich den Quest300 als Vorbereitung auf den Iditarod fahren ... dies ist auf jeden Fall der Plan im Moment ... denn manchmal denke ich den YukonQuest und Iditarod zu fahren würde auch wieder Spaß machen. Die Zeit wird es zeigen, wie Ihr wisst, ist bei mir nichts so beständig wie die Änderung.
Happy Trails für Euch alle!
Sebastian
Sab