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Rennbericht Knik 200 (Andy)

Bei der Verlosung der Startnummern hatte Sab diesmal Glück und zog die Nummer 12, während ich die Nummer 20 zog.

Somit ging Sab, bei milden -10°C, um 11:22 h mit 12 Hunden über die Startlinie und ich um 11:38 h mit 11 Hunde - Shumo musste ich leider zurücklassen, da er sich vom Stroh sogenannte „Foxtails“ eingehandelt hatte und nun eine ziemlich dicke Backe hatte.

Somit sah mein Team folgendermassen aus:
Skunk - Eagle
Herring - Free
Attla - Caspar
Oso - Wondar
Hobo
Elliot - Jasper

Die ersten Meilen des Trails waren mit nur sehr dünner Schneeauflage und somit eher braun als weiss, ausserdem sehr holperig und führten mit vielen Kurven und Aufs und Abs durch die Wälder. Schon nach 3 Meilen hatte ich das erste Problem - meine Hunde waren in einen gesperrten Trailabschnitt hineingefahren. Während mich ein anderes Team überholte, überlegte ich, was zu tun sein - um umzukehren, war das Team eigentlich schon zu weit; das gesperrte Stück führte wieder auf den normalen Trail, aber leider konnte ich nicht sehen, warum es dann gesperrt worden war. In diesem Moment wurde mir die Entscheidung plötzlich abgenommen, denn das Seil des Schneehakens riss und  los ging die Fahrt. Glücklicherweise bestand das Hindernis nur aus einem etwas höheren Absatz zum Fluss hinunter, welchen wir ohne Probleme meisterten.

Immer wieder überholten mich andere Musher, doch dann überholte mich plötzlich ein Team ohne Musher und ohne Schlitten, d.h. diesem Musher war die Halterung zwischen Hunden und Schlitten abgerissen. Wenig später überholte mich Gerry Willomitzer mit dem andere Musher und glücklicherweise fanden sie das Team wenig später und konnten es festbinden.

Nach etwa der Hälfte der Distanz kamen wir auf den Susitna River - diesen hatten wir übrigens während des GinGin 200, letzte Woche ebenfalls befahren, nur einiges weiter oberhalb. Auf den ersten Meilen auf dem Fluss hatten wir „jumbled ice“, welches wir problemlos meisterten und dann kamen die endlosen, grösstenteils im Dunklen gefahrenen Kilometer auf dem Fluss - auch wurde es jetzt zunehmend kälter, so -25°C. Um 21:23 h kam ich dann nach 9:45 Stunden im Checkpoint Skwentna an - als Sab hörte, wann ich angekommen war, fragte er mich, ob ich unterwegs noch ein Grundstück angeschaut hätte - sehr witzig. Also Hunde füttern, dann selber etwas essen und dann noch etwas hinlegen.

Um 2:30 h klingelte der Wecker und ich begann Hunde und Schlitten für die Weiterfahrt fertig zu machen. Kurz bevor ich los konnte, bekam ein anderer Musher ein Durcheinander mit seinen Hunden, da diese unter die Leine eines anderen Teams hindurch gegangen waren, also da noch schnell geholfen und dann selber auf den Weg Richtung Ziel (auf dem gleichen Weg, wie wir hergekommen waren).

5 Meilen vor dem Ziel schien mir Caspar ziemlich müde und er schien auch leicht zu torkeln, also anhalten, im Schlitten Platz machen und den Hund einladen. Doch ich kam nicht weit, denn auch Attla schien an seinen Grenzen zu sein, also nochmals anhalten und auch ihn in den Schlitten - nun hatte ich für die letzten 5 Meilen noch 9 Hunde vor dem Schlitten und irgendwie zog der Schlitten nun leicht nach links, was die Fahrt auf dem kurvigen Waldtrail auch nicht einfacher machte.

Doch schlussendlich kam ich nach knapp 11:30 Stunden um 15:20 h als 21ster im Ziel an.

Andreas

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