Sommersturm und auf dem Weg nach Süddeutschland
Moin aus Ostfriesland,
wir sind wieder wohlbehalten zuhause ankommen. Meine Eltern haben mich für eine Woche auf dem Boot ausgehalten und wir hatten eine sehr schöne Tour. Wir haben die ostfriesischen Inseln unsicher gemacht: Es ging von Spiegeroog, über Wangerooge nach Helgoland, dann weiter nach Norderney, über Baltrum wieder nach Spiegeroog. Von Windstille über Trockenfallen bis hin zu einem Sommersturm war alles dabei und die Woche ging viel zu schnell vorüber.
Es ist immer wieder verblüffend für mich, wie viel das Segeln und Hundeschlittenfahren gemeinsam haben. Während der Lebensrythmus beim Schlittenfahren durch die Hunde und Rastpausen bestimmt wird, wird der Rythmus beim Segeln durch Ebbe und Flut vorgeschrieben. Bei beiden Aktivitäten ist man sehr der Natur ausgesetzt und sollte sich dort besser gut auskennen. Gestern Abend, als der blinkende Leuchtturm von Norderney einfach nicht näher kommen wollte, hat mich dieses sehr an gewisse Szenen der Rennen erinnert , als das blinkende Flughafenlicht von Koyuk während des Iditarod auch nicht näher kommen wollte. Auch die Reisegeschwindigkeit ist recht ähnlich: 6 Knoten beim Segeln verglichen mit 8 Meilen beim Hundeschlitten-Gespann.
Obwohl ich nun schon viele Jahre nicht mehr richtig auf der Nordsee segeln war, war es, als wäre ich nie weg gewesen. Das Heulen des Windes in der Takelage allzu vertraut, selbst das An- und Ablegen ist mir noch im Blut. Manche Inseln haben sich verändert, es gibt neue Hafengebäude, manche Häfen, wie Wangerooge sind komplett verlegt worden, während andere Inseln nahezu unberührt scheinen. Unverändert ist die magische Anziehungskraft, die die Nordsee auf mich schon immer ausgeübt hat.
Morgen früh geht es mit dem Flieger nach Frankfurt, um 6 Uhr, "grusel", dort holt mich dann Ronald Bongartz (http://www.bongartz-baudienste.de) ab und dann geht es Richtung Karlsdorf zum ersten Vortag, 19.30 Uhr im Reichsadler in Karlsdorf (siehe letzter Newsletter). Am Samstag fahren wir dann weiter nach München, wo wir abends um 19.30 bei Gerhard die Yukon-Party machen (Wegbeschreibung auch im letzten Newsletter).
Wenn noch spontan jemand von Euch kommen möchte, so freue ich mich auf Euren Besuch.
Viele Grüße Sebastian
Sab
