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In Dawson

Schlussendlich habe ich es bis Dawson City geschafft. Der Trip war ein dauerndes mentales Auf und Ab. Als ich in Central ankam war ich soweit aufzugeben. Der Trip über den Eagle Summit war mehr als miserabel, nur Steine und blankem Grund, dies kombiniert mit Wind und Schneegestöber machten es wirklich schwierig. Auch liess ich die Hunde auf der vorigen Etappe, von Angel nach Mile 101, zu schnell laufen und hatte dies nun mit weniger Power zu bezahlen. Dann begann es in Central in Strömen zu regen, mein Team sah niedergeschlagen aus, ich war niedergeschlagen und so wollte ich aufgeben. Glücklicherweise liess mich Maren nicht, genauso wie Thomas Tetz, nun in der Funktion eines Rennrichters, anstatt als Musher. Gut, ich stimmte zu nach Circle weiterzufahren.

Es war eine gespenstische Nacht, sehr windig und viel frischer Neuschnee. Der Trip war schmerzlich langsam und ich musste am Birch Creek, hinter einer umgefallenen Fichte als Windschutz, campen. Einige Musher überholten mich und ich hoffte auf einen besseren Trail aber bis ich mein Camp verliess war der Trail schon wieder total zugeblasen. Glücklicherweise kommen meine Hunde mit solchen Verhältnissen ganz gut zurecht und nun im nachhinein betrachtet, war es für sie ganz gut so, denn so konnten sie sich etwas von den zu schnellen Läufen zuvor erholen. Sehr zu meiner Überraschung kam ich als 1ster in Circle an, ich hatte keine Ahnung, dass niemand mehr vor mir war. So Lance, Hugh und Hans müssen bei der Kokrines Cabin eine Pause eingelegt haben. So nun bin ich hier, in Central wollte ich noch aufgeben und im nächsten Checkpoint in Cirle bin ich erster. Wie ich sagte, viel mentale Hochs und Tiefs.

Der Trip nach Eagle machte, von den Wetterverhältnissen, wesentlich mehr Spass, ohne Neuschnee, aber nun fühlte ich mich kränker als die Hunde..., ich hatte mir wahrscheinlich selber eine Lebensmittelvergiftung zugefügt, als ich einen Schokoladeriegel mit den gleichen Handschuhen ass mit denen ich die Hunde gefüttert hatte. Ich musste mich am Schlitten anbinden, etwas was ich normalerweise niemals tun würde, um zu verhindern, dass ich herunterfiel. Ein langer 10stündiger Lauf brachte mich total erschöpft zur Trout Creek Cabin, wo mir Hand einige Schmerzmittel gab und ich nahm etwas Hundemedizin gegen Durchfall und es half. Einige stunden später fühlte ich mich schon wesentlich besser auf meinem Weg nach Eagle. Hier kam ich auch endlich in einen besseren Rennplan und konnte ich der Hitze des Tages rasten.

In Eagle droppte ich Coon, welcher anfing zu humpeln und ich konnte nicht herausfinden warum. Ich fuhr mit ihm los und entschied mich dann aber zum Checkpoint zurückzukehren und ihn zu droppen. Zuvor hatte ich bereits Popcorn und Gas in Mile 101 gedroppt, so waren 3 meiner Schlüsselhunde gegangen. Wenn ich Hunde zurücklassen muss, dann belastet mich dies immer sehr. Der Trip über American Summit war überraschenderweise angenehm, kein Wind und klarer Himmel. An der OBrians Bridge mussten wir nicht campen, denn Wayne Hall hatte ein schönes Zelt aufgebaut. Via 40 Mile River kamen wir dann nach Dawson.

Ich muss mich kurz fassen, da ich nun vom öffentliche Computer hier in Dawson vertrieben werde.
Wir werden nicht bis nach Whitehorse fahren, sondern bis Pelly und dann zurück nach Dawson... Black Hills, und viele davon, auf beiden Wegen, ich werde meinen Sitz abmontieren müssen.

Sab

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