Zeit zur Abreise
Der Tierarzt Check für die Hunde verlieft plangemäßg gut, allerdings hatte ich nicht alle meine Rennhunde wie geplant dabei. Auf den letzten Trainingsläufen haben sich einige Hunde eine Schulterzerrung zugezogen, die Trainingsbedingungen sind nach wie vor schlecht hier. Ich befürchte jedoch, das der Quest Trail auch nicht viel besser wird. Einige Hunde von meinem Iditarod Team sind num im Quest Team. Körperlich sind die zwar auch top vorbereitet, sie waren ja in Andy's Rennteam, aber mental ist es nie einfach andere Hunde in ein bestehendes Team einzufügen.
Wenn wir am Dienstag dann hoffentlich in Fairbanks sind müssen wir erst noch einmal den Fooddrop fürs Iditarod packen. Ich habe Glück dieses Jahr sehr gute Doghandler zu haben, die die ganzen langen und kalten Nächte klaglos hinnehmen. Das Fleisch ist bereits in Alaska vorgeschnitten, muß aber noch in kleine Portionen verpackt werden, ebenso das Trockenfutter. Insgesamt noch einmal ca. 1800 Pfund Fooddrop, der dann am Montag den 13 Feb in Fairbanks abgegeben werden muß. Die letzten Wochen war meine Hütte immer voll mit Booties, Massageöl, Trockfutter, Hundedecken, Müllbeuteln und allem möglichen Ausrüstungsgegenständen die für die verschiedenen Rennen vorbereitet werden mußten.Roland ist auch seit einigen Tagen hier und trainiert sein Quest 300 Team. Es ist erstaunlich wie sehr sich einige Hunde freuen, sobald Roland kommt. Spook schläft seitdem Roland hier ist, wieder nur drinnen.
Im Internet habe ich gesehen, daß bisher 14 Teams für das Quest 300 angemeldet sind, das ist mehr als sonst und ein neuer Rekord. Ich hoffe daß damit in der Zukunft auch wieder mehr Musher am 1000 Meilen Quest teilnehmen.
Es sind noch 6 Tage bis zum Quest Start und noch 26 Tage bis zum Iditarod Start. Ich bin mir sicher dass die Truckprobleme nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Abenteuer der nächsten Wochen sind.
Ich fahre die beiden Rennen diesen Winter zu Ehren Brownies. Brownie war der erste Welpe der im ersten Wurf in meinem Kennel geboren wurde. Er wuchs zu einem außergewöhlichen Leithund heran, der mich letztes Jahr treu bis nach Nome geführt hat. Ich bin mir sicher er hätte den Trail gern noch einmal gesehen, aber schon im Sommer wurde ein Nierenversagen bei ihm diagnostiziert und Brownie ist dann während wir in Alaska beim Training waren hier in Whitehorse gestorben. Zeit zur Abreise. Für Brownie.Sab
