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Sheep Mountain 150 (Andy)

Am Freitag kamen wir bereits an der Sheep Mountain Lodge an packten die Rennschlitten und genossen eine Dusche (sogar Sebastian).

Am Samstag startete das Rennen um 12:00 und somit ging Sebastian mit Startnummer 2 um 12:02, ich mit Nr. 6 um 12:10 und Maren mit der 11 um 12:20 auf den Trail.

Der Start bei der Sheep Mountain Lodge verlief, trotz des vereisten Parkplatzes, ziemlich problemlos.
Wir folgten einige Zeit dem alten Highway, wo mich auch bereits die ersten Musher überholten, und dann ging es in die Berge. Die Steigungen wurden immer wieder durch kleinere Abfahrten aufgelockert und bald bot sich uns über der Baumgrenze eine gigantische Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Über einen steilen, gewundenen Trail kamen wir zum tiefsten Punkt des Trails auf 800 m. Dann klettert der Trail, mit vielen auf und abs, langsam entlang des Alfred Creek bis hinauf auf den Belanger Pass auf 1500 m. Von da führte uns eine rasante Abfahrt wieder hinab auf 1000 m, wo wir dann die letzte 8 km zur Eureka Lodge auf flachem Gelände absolvierten.
Nach guten 5:30 Stunden kam ich im Checkpoint an - Sebastian war natürlich bereits da und auf dem 2. Platz, Maren hatte mir auf diesem Stück ebenfalls 5 Minuten abgenommen.

Nach einer 5stündigen Pause, zuzüglich Startdifferenz, begab ich mich um 23:50 auf einen knapp 80 Kilometer langen Loop. Da der Trail über mehrere kleinere Hügel führte konnte man in der klaren Vollmondnacht überall die Lichter der Stirnlampen auf den verschiedenen Hügeln sehen. Nach ca. einer Stunde auf dem Trail konnte ich Maren überholen, doch es dauerte eine Weile bis ich sie abschütteln konnte. Doch dann wurden die Sichtverhältnisse durch Nebel und Schneefall stark beeinträchtigt und man musste sich konzentrieren um rechtzeitig die Trailmarkierungen zu sehen, obwohl der Trail fantastisch markiert war. Doch nach gut 5:30 Stunden war ich wieder zurück im Checkpoint - Maren kam erst knappe zwei Stunden später an, sie hatte sich im Nebel mehrere Male verfahren.

Mit dem Hunde versorgen, auf Maren warten, Sebastian bei den Vorbereitungen zur letzten Etappe zusehen und einem grossen Frühstück in der Lodge verging meine 5stündige Pause wie im Flug und so startete ich gegen 10:30 zu meiner letzten Etappe. Der Trail war der gleiche wie am Anfang nur eben anders herum. Die erste steile Abfahrt entpuppte sich als weniger problematisch als erwartet - wahrscheinlich wirken Berge steiler wenn man sie erklimmen muss, als wenn man sie hinunter fährt.
Als ich im Alfred Creek an der Mine vorbeifahre schaut Mr. Bones aus dem Fenster und winkt mir zu. Nachdem wir den Creek verlassen haben bekomme ich Probleme mit Uno und möchte ihn in den Schlitten setzen, doch dies gelingt mir leider nicht - sobald sich der Schlitten nur einwenig bewegt tut Uno alles um aus dem Schlittensack zu kommen. Nachdem ich eine halbe Stunde mit dem Umräumen des Schlittes und verschiedenen Versuchen Uno darin zu verstauen verbracht habe gebe ich es auf - da ich auch nicht wirklich etwas bei Uno feststellen kann, massiere ich ihm etwas mit Massageöl ein und nehme ihn aus dem Lead. Anscheinend wollte er nur nicht mehr im Lead laufen, denn nun läuft er wieder einwandfrei.
Also nehme ich die Verfolgung auf, kann noch zwei Plätze gut machen und komme nach ca. 6:45 Stunden im Ziel als 25ter an - und somit auch noch rechtzeitig zum Mushers Banquet.

Das Rennen war super organisiert, aber mit den vielen Bergen nicht das einfachste und meine Füsse können etwas über die viele Laufarbeit des Mushers (natürlich kein Vergleich zu den Hunden) erzählen.

Rennresultat

Andreas

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