Die ersten Trainingsläufe in Alaska
Die Fahrt nach Alaska verlief ohne grössere Probleme, wenn man den Zoll einmal ausnimmt.Dass wir kein Fleisch in die USA enführen dürfen, das wusste Sebastian, aber dass nun auch Trockenfutter nicht eingeführt werden darf, dass war im neu. Nur durch Zufall hatte er noch eine Quittung dabei, welche bewies, dass er das Trockenfutter in den USA gekauft hatte.
Am Paxson Lake angekommen erwartete uns bei -30°C eine märchenhafte Winterlandschaft. Wir richteten für die Hunde Schlafplätze ein und nahmen die kleine Hütte in Beschlag.Am nächsten Tag schneite es bei -10°C und wir fuhren mit unseren Hunden nach Meier's Lake, assen dort einen Hamburger, erledigten unsere Einkäufe und fuhren dann weiter über die Paxson Lodge wieder heimwärts.
Gestern stand nun ein 5stündiges Training auf dem Programm.
Die Fahrt ging zuerst zur Paxson Lodge und John Schandelmeier hatte auch einen Trail ohne Overflow vorgespurt. Dann ging es weiter auf dem Denali Highway (dieser ist bereits ab September wegen Schnees geschlossen), welcher uns über die Baumgrenze führte.Ich sah eine kleine Karibouherde und eines der Tiere kam gute 100 Meter vor uns auf den Trail und die Hunde nahmen auch gleich die Jagd auf. Ein paar Kilometer weiter kam mir dann eine ganze Herde entgegen. Die Karibous stutzen einen Augenblick und ergriffen dann die Flucht während die Hunde sofort die Jagd aufnahmen. Die Karbous flüchteten den Hang hinauf und die Hunde versuchten natürlich zu folgen – so musste ich schnell bremsen und die Leithunde wieder auf den Trail zurückführen.
Nachdem ich mein Team gewendet hatte kam schon Sebastian hinter mir her, überholte mich und rief mir zu, dass er in der Paxson Lodge einen Hamburger für mich bestellen würde. Nachdem wir unseren Hamburger verdrückt hatten (Sab ass gleich zwei) ging es weiter Richtung Cabin. Sab meinte, meine Hund hätten noch nicht genug Kilometer gemacht und ich könnte ja noch bis zum Campingplatz weiterfahren und dann wenden. So fuhren wir mit kleineren Problemen am Yard vorbei und kamen dann schlussendlich nach 7 Stunden, inkl. Burgerpause, wieder zu Hause an.
Andreas

