Auf dem Weg nach Alaska
Der letzte Monat war Stress und Anspannung pur - im Geschäft alles für meine Stellvertreter vorbereiten und dann noch "schnell" drei Projekte abschliessen. Und auch zu Hause musste vor der grossen Reise noch einiges erledigt werden - Video-/Helmkamera vorbereiten, ein Notebook mit den notwendigen Programmen für den Yukon aufsetzen, usw..Da blieb kaum Zeit sich geistig auf die Ferien einzustellen.
Als ich in Whitehorse ankam traute ich meinen Augen kaum – in Whitehorse hatte es keinen Schnee, alles war grün oder eher braun.
Ich der Woche vor meiner Ankunft war es immer über 0°C und ein warmer Südwind tat sein übriges, um allen Schnee verschwinden zu lassen.
Sebastian wollte eigentlich schnellstmöglich mit mir nach Alaska fahren, denn dort hatte es genügend Schnee, aber die Schneelosigkeit veranlasste ihn Blue Kennels aufzulösen. Und somit waren noch hunderte von Telefongesprächen zu führen um wenigsten sicherzustellen, dass die bei Ihm gebuchten Touristen anderweitig ihre Mushingferien geniessen können.Da die Rennteams trotzdem ihre Trainingseinheiten benötigten fuhren wir kleine Trainingseinheiten von 30-50 km mit den 4wheelern teils auf Gravel oder Eis. Dies ist natürlich für die Pfoten der Hunde nicht optimal, so dass wir täglich die Pfoten kontrollieren mussten und teilweise auch immer wieder Hunde, vorsichtshalber, vom Traning befreiten.
Schnee haben wir immer noch keinen in Blue Kennels, aber die Temperaturen pendeln so zwischen -20 und -30°C, dadurch sind Bäume und Gräser von einer dicken Reifschicht überzogen.
Heute geht es nun endgültig Richtung Alaska, an den Paxson Lake. Dort werden wir mindestens bis zum Sheep Mountain am 17. Dezember bleiben – vielleicht aber auch länger.
Andreas

