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Auf dem Trail - Von Slavens Cabin nach Eagle

Slavens Cabin
Alle, ausser Eman, assen gut. Er war wirklich m�de nach dem Copper Basin, und nun nach 300 Meilen im Rennen, scheint es mir, als ob er an eine Grenze gekommen ist, da er zu schwer gearbeitet hat. Als ich alle Hunde unter ihren Decken versorgt hatte, ging ich in die Cabin. Ich konnte meinen Augen nicht glauben. Was f�r ein Fest, bald schon genoss ich ein Fr�hst�ck mit Speck, Eier, Pancake und aller Art von Schokolade. Sogar noch besser, hier hatte es richtige Betten. Hans Gatt lie� etwas Hundefutter zur�ck und ich fragte ihn, ob es nehmen d�rfe. Das verbesserte meine Futtersituation stark und meine Sorgen verschwanden. Nach einem 3st�ndigen Nickerchen stand ich um Mittag wieder auf. Eman sah immer noch nicht gut aus, etwas ausgetrocknet und ein wenig steif. Ich wollte kein Risiko eingehen und liess ihn zur�ck. John Schandelmeier verlie� den Checkpoint vor mir, musste auch wieder zur�ckkommen, um einen Hund da zu lassen. W�hrend ich Pause machte kamen Dave Dalton, Frank Turner, Peter Ledwidge und Thomas Tetz herein. Ich verlie� den Checkpoint um 14.30 Uhr in 5. Position, immer noch etwas unsicher so weit vorne zu sein, aber ich war nur 1.5 Stunden vor meinem Plan und so hielt ich mich daran. Die Hunde starteten zum ersten Mal im Rennen wirklich langsam, jedenfalls schien es mir so. Pipi, kacken, pinkeln, scheissen, und der Trail war auch etwas verweht. Aber die Kilometer vergingen, sch�ne Landschaft, ich sah Biedermanns zur Rechten, und hatte ein Tangle am Ausgang von Kandik Cabin zur Linken, meine Hunde wollte hier eine kleine Pause. Ich glaube, dass John Schandelmeier in der Cabin war. Der Trail pendelte zwischen der rechten und der linken Seite des Yukon, geteilt durch viele Inseln, hin und her. Es hatte nicht zu viele Trailmarker und ich war froh, dass wir gutes Wetter hatten.

Ich nahm an, dass es ein 8 Stunde Run bis zum Trout Creek sein wird und ich somit gegen 23.30 Uhr dort ankommen sollte. Die Hunde a�en den nassen Snack nach 4 Stunde gut. Ich snacke sonst alle 2 Stunden, jetzt nur noch alle 4 Stunden und alle a�en viel besser. Ich werde dies bis das Ende des Rennens beibehalten und nur noch einmal pro Run Snacks verteilen und bei den langen Pausen dann zweimal f�ttern.

Schliesslich gingen auch die Schwellungen an Ottos und Herings Pfoten wieder zur�ck. Nur Marmots Gelenk ben�tigte noch etwas Beobachtung, alle anderen waren Beschwerdefrei. Chevy und Brownie nahmen keinen Schaden in der K�lte. Auf dem Trail hatte es ein Zeichen 5 Meilen bis Trout Creek und es war erst 21.30 und ich kam dort kurz nach 22.00 Uhr an, wieder waren wir etwas schneller als geplant unterwegs. Ich verga� bereits die Namen der Inhaber der Cabin (ich denke Mike und eine deutsche Dame). Nicht nur sie �ffnen ihr privates Heim f�r uns, sondern Kochen uns sogar eine Mahlzeit. Frank Turner und ich diskutierten eine Weile �ber die Notwendigkeit der Anerkennung f�r die Freiwilligern, normalerweise sind Frank und ich nicht �ber zu viele Sachen einig, aber hier sind wir einer Meinung, den Freiwilliger muss die Anerkennung gezeigt werden. Ohne sie w�re das Rennen weder m�glich, noch w�re es sicher f�r die Musher. Es ist toll zu wissen, dass es da einige Leute gibt, die uns entlang des Trail beobachten.

Bevor ich weiterfuhr fand ich einen weiteren Beutel Fleisches in meinem Schlitten, geez, ich muss mich besser organisieren. Aber gut, somit bekommen die Hunde einen kleinen Snack auf dem Weg nach Eagle. Der Run nach Trout Creek dauerte 7.30 Stunden, dann machte ich 7.30 Stunden Pause und fuhr um 5.30 weiter. Marmot humpelte ziemlich stark und ich dachte bereits dar�ber nach ihn in den Schlitten zu packen, doch nach ungef�hr 30 Minuten war das Humpeln verschwunden, es ist doch �berraschend, wie die Hunde solch kleine Verletzungen herausw�rmen k�nnen. Diese ist etwas, was ich noch lernen muss. Ungef�hr eine Stunde, bevor wir in Eagle ankamen haben wir einen Transporttrail tuschiert und ich kann es kaum glauben, ich verlor meinen Schlitten � ich hatte einen Moment nicht aufgepasst und war abgerutscht. Gl�cklicherweise ging es nach einem kurzen steilen St�ck downhill wieder bergauf und ich konnte mein Team wieder erreichen. Bis jetzt war ich immer stolz darauf noch nie ein Team verloren zu haben, nun dies endete hier und jetzt. Ich keuchte schwer und war nun hellwach. Als wir den Transporttrail verliessen, trat Brownie pl�tzlich in eine Eisspalte des Flusses und glitt hinab. Das gesamte Team wurde gestoppt und der ganze Druck lastete auf Brownie, ich schnitt sofort seine Leinen durch um ihn da heraus zu bekommen. Ich habe immer Angst, dass ein Hund bei so etwas verletzt wird.

Ich spannte ihn wieder im Lead ein und er schien in Ordnung zu sein. Kurz bevor wir nach Eagle kamen bemerkte ich, dass er mit der linken Vorderpfote geringf�gig zu humpeln begann. Genau wie Coon und Marmot. Das ist nicht gut. Wir kamen in Eagle nach einer Laufzeit von 5.35 Stunden von Trout Creek an.

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Auf dem Trail
Braeburn - Whitehorse
Carmacks - Braeburn
Pelly Crossing - Carmacks
Stepping Stone - Pelly Crossing
Steward River - Stepping Stone
Dawson - Steward River
40 Mile - Dawson
Eagle - 40 Mile
Slavens Cabin - Eagle
Circle - Slavens Cabin
Central - Circle
Angle Creek - Central
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