Fooddrops
Heute
am 24. Januar müssen wir unseren Fooddrop abgeben, d.h. die
gesamte Versorgung für das Questteam. Anfänglich gab
es Probleme mit dem BSE und der Grenze, aber das hat sich jetzt
gelöst und wir haben ein "special Permit". Auch
wenn ich erst gestern, natürlich wie immer auf letzter
Minute alles verpackt habe, laufen die Vorbereitungen schon
seit ca. November. Dort stand Mike tagelang an der Kreissäge
und hat das Fleisch in kleine Portionen gesägt, damit
ich es im Rennen nicht mehr kleinhacken muß.
Fleisch
ist nicht gleich Fleisch und die Hunde werden, wenn sie müde
sind, ziemlich verleckert und verschmähen Ihr sonst gewohntes
Futter. Daher müssen wir für viel Auswahl sorgen,
von Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Lamm, Lachs,
Biber, Panzen und natürlich als Basis, das Trockenfutter,
bei mir Eagle Pack. Da man im Vornherein nie weiß, was
die Hunde gerade mögen, muß man zu jedem Checkpunkt
viel mehr schicken, als man eigentlich braucht. Auch Kalorien
müssen dabei sein,
also viel Fett, Schweinefett, Rinderfett und ein Gemisch aus Coconußöl,
Rapsöl, Schweinefett was dann flüssig über das
Trockenfutter gegossen wird.
Aber
nicht nur fressen müssen die Hunde, auch ansonsten ist so einiges
an Ausrüstung dabei, von Ersatzteilen für den Schlitten
bis zu Hundedecken, Bellywarmern und natürlich Booties (ca.
1500). Dann noch etwas Essen für mich, viel Schokolade von
Kai und Katja und schon kommen dabei 53 Futtersäcke zusammen,
wenn jeder davon ca. 50 Pfund wiegt, sind das 2650 Pfund an Ausrüstung,
die nun von der Yukon Quest Organisation an die verschiedenen Checkpunkte
verteilt werden. Nach Eagle wird alles eingeflogen, d.h. was einmal
dort ist bleibt auch dort und wir bekommen es nicht mehr zurück.
Bei den anderen Checkpunkten nehmen das unsere Handler wieder mit
nach Hause.
In nächsten Newsletter schreibe ich Euch einiges über
die Hunde, wer nun mein Team letztendlich macht, wie viele Trainingskilometer
wir zurückgelgt haben etc.
