Grayling - Eagle Island
Dieses Stück folgt dem Yukon - stromaufwärts und normalerweise dem Wind entgegen. Es ist lang und oft langweilig, kann aber leicht noch länger und miserabel werden, wenn der Wind bläst und die Temperaturn unter 40°C fallen. Es sind genau 99 Kilometer, wie gemessen von Rick Swenson in 1997 auf einem Snowmobile (eines der wenigen Jahre an welchem er nicht am Rennen teilnahm). Es dauert ungefähr 6 bis 9 Stunden, abhängig davon wieviel Pausen die Musher auf dem Weg einlegen.
Dieses Teilstück hat absolut kein Gelände - nichts als weit offener Fluss and Ufer nach Ufer, Insel nach Insel, Klippe nach Klippe. Die westliche Uferböschung ist immer die hohe Böschung mit Hügelketten, welche innerhalb weniger Kilometer über 1500 Fuss emporragen (das ist weniger als 100 Fuss über Meereshöhe). Das östliche Ufer ist tief und bewaldet, geschmückt von Sümpfen, Creeks und Inseln. Der Trail verläuft meist auf der Westseite, kann aber je nach Konditionen überall auf dem Fluss verlaufen.
Es hat keine Stadt zwischen Grayling und Kaltag, nur einige verstreute Häuser und Cabins, die meisten nur für den sommer. Eigentlich spielt sich alles auf der Westseite ab und im Sommer ist der Fluss bevölkert von allen möglichen Booten und Angel- und Jagdcamps am Ufer. Im Winter ist alles ruhig und verlassen und es hat kaum Snowmachine Verkehr zwischen Grayling und Kaltag. Der einzige Einwohner, welcher das ganze Jahr hier lebt ist Ralph Conaster, dessen grosse Cabin in Eagle Island als Checkpoint diente, bevor sie vor ein paar Jahren abbrannte.Der Checkpoint ist nun am Ufer nahe der Ken Chase's summer fishing cabin, das Ralph's alte Cabin (wo er jetzt lebt) zu klein ist.
Ein wichtiger Faktor ist der Wind, welcher immer flussabwärts bläst, d.h. den Mushern entgegen. Obwohl es durchaus möglich ist einen schönen Sonnentag mit einer leichten Brise zu erwischen kann der wind Chill auf dem Fluss auch sehr niedrig sein und auf unter -100°C fallen. Über lange Strecken gibt es keinen Unterschlupf und die Musher müssen durchhalten. Dann sind sie gut beraten, wenn sie an Decken für ihre Hunde, speziell für die Leader gedacht haben, denn die laufen ganz vorne und brechen den Wind für ihre Kollegen.
